Höherer Bestellungseingang und Umsatz – Deutlich höheres Betriebsergebnis und Nettogewinn gegenüber Vorjahresperiode – Bestätigung der Aussichten für das Gesamtjahr

5. November 2019

Während sich der Bestellungseingang und der Umsatz im ersten Halbjahr (April bis September 2019) über der Vorjahresperiode bewegten, lagen sowohl das Betriebsergebnis als auch der Nettogewinn sogar deutlich über dem Vorjahr. Für das gesamte Geschäftsjahr 2019 rechnet Burckhardt Compression weiterhin mit einem Umsatz zwischen CHF 600 und 640 Mio. und einer leichten Steigerung der Gewinnmargen.

Höherer Bestellungseingang

Der Bestellungseingang der Gruppe im ersten Halbjahr 2019 konnte gegenüber der Vorjahresperiode um 8.7% auf CHF 329.5 Mio. gesteigert werden. Dabei verzeichnete die Systems Division mit einem Zuwachs von 16.4% auf CHF 213.1 Mio. ein starkes erstes Halbjahr. Der Bereich Petrochemie und Chemie lag weiterhin auf sehr hohem Niveau, gefolgt von den Bereichen Gastransport und -lagerung sowie Raffinerie. Das Geschäft in China verlief weiterhin erfreulich, und zusammen mit Shenyang Yuanda Compressor konnte Burckhardt Compression seine führende Position auf diesem Markt weiter ausbauen.

Die Services Division erbrachte nahezu die gleiche Leistung wie in der sehr starken Vorjahresperiode und erreichte mit einem Bestellungseingang von CHF 116.5 Mio. einen um –3.2% tieferen Wert. Für die zweite Jahreshälfte geht Burckhardt Compression von einem leicht höheren Bestellungseingang des Servicegeschäfts aus.

Positive Umsatzentwicklung in beiden Divisionen

Der Umsatz der gesamten Gruppe von CHF 276.2 Mio. im ersten Halbjahr übertraf den Vorjahreswert um 7.0%.  Während er in der Systems Division mit CHF 172.6 Mio. um 8.9% höher lag, übertraf er im Servicegeschäft mit CHF 103.6 Mio. den Vorjahreswert um 4.0%. Die Auslieferungsdaten der Kundenanlagen in der Systems Division führen auch dieses Jahr zu einer Asymmetrie des Umsatzes, der im zweiten Halbjahr höher ausfallen wird.

Bruttogewinn der Systems Division deutlich höher

Der Bruttogewinn der Gruppe betrug im ersten Halbjahr CHF 64.8 Mio. (Vorjahresperiode CHF 49.2 Mio.), woraus eine Bruttogewinnmarge von 23.5% (Vorjahr 19.0%) resultierte. In der Systems Division lag der Bruttogewinn bei CHF 16.4 Mio. (Vorjahr CHF 5.6 Mio.), was einer Bruttogewinnmarge von 9.5% entspricht (Vorjahr 3.6%). Trotz laufender Zusatzkosten im LNGM-Geschäft konnte der operative Verlust der Systems Division im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich reduziert werden.

Der Bruttogewinn der Services Division stieg von CHF 43.5 Mio. auf CHF 48.4 Mio. Die Bruttogewinnmarge hat sich gegenüber dem Vorjahreswert (43.7%) auf 46.7% erhöht.

Betriebsergebnis und Nettogewinn deutlich über Vorjahr

Der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand war mit CHF 45.1 Mio. (16.3% des Umsatzes) um CHF 3.8 Mio. oder 9.1% höher als in der Vergleichsperiode (16.0% des Umsatzes). Darin enthalten sind die Kosten für den weiteren Ausbau der Service-Vertriebsorganisation im Mittleren Osten sowie für den Ausbau der Serviceorganisation zur weltweiten Betreuung von LNG Marine Kunden. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand von CHF 4.2 Mio. übertraf den Vorjahreswert um CHF 0.2 Mio. Der sonstige betriebliche Ertrag von CHF 1.1 Mio. lag um CHF 0.6 Mio. unter dem Vorjahr, was vor allem auf Währungseinflüsse zurückzuführen ist.

Das Betriebsergebnis (EBIT) der Gruppe betrug im Halbjahr CHF 16.7 Mio. oder CHF 11.0 Mio. mehr als in der Vergleichsperiode, was einer EBIT-Marge von 6.0% entsprach (Vorjahr 2.2%). Die Erhöhung erklärt sich zu einem grossen Teil mit der deutlichen Verminderung des operativen Verlusts der Systems Division von CHF –13.6 Mio. auf CHF –4.9 Mio. Das Betriebsergebnis der Systems Division sollte sich im zweiten Halbjahr weiter verbessern. In der Services Division erhöhte sich das EBIT um CHF 2.7 Mio. auf CHF 23.3 Mio., was einer operativen Marge von 22.5% entsprach (Vorjahr 20.7%). Mit CHF 11.8 Mio. lag der Nettogewinn der Gruppe um deutliche CHF 9.4 Mio. über Vorjahr. Das Ergebnis pro Aktie stieg überproportional von CHF 0.16 (Vorjahr) auf CHF 2.17, unter anderem da der prozentuale Anteil der Minderheitsaktionäre am Gesamtergebnis deutlich tiefer ausfiel.

Eigenkapitalquote auf gleichem Niveau wie Ende Geschäftsjahr 2018

Ende September 2019 lag die Bilanzsumme bei CHF 815.8 Mio. oder im Vergleich zu Ende März (Abschluss Geschäftsjahr 2018) um CHF 32.9 Mio. oder 3.9% tiefer. Hauptgrund dafür war die Reduktion der Debitorenbestände. Die Nettofinanzposition betrug Ende Berichtsperiode CHF –70.1 Mio. (Ende Geschäftsjahr 2018 CHF –49.4 Mio.). Nebst der Auszahlung der Jahresdividende von CHF 20.4 Mio. hat sich der Bestand der angefangenen Arbeiten weiter ausgedehnt. Der nicht durch Kundenanzahlungen finanzierte Anteil der angefangenen Arbeiten erhöhte sich gegenüber dem Abschluss des Geschäftsjahres 2018 um CHF 13.9 Mio. Die Eigenkapitalquote lag Ende September mit 39.9% leicht unter dem Wert am Ende des Geschäftsjahrs 2018 (40.7%).

Aussichten für gesamtes Geschäftsjahr 2019 bestätigt

Für das gesamte Geschäftsjahr 2019 bestätigt Burckhardt Compression die Erwartung eines Umsatzwertes von CHF 600 bis 640 Mio. bei einer leichten Steigerung der Gewinnmargen.