Burckhardt Compression: Erneutes Wachstum in beiden Divisionen – Verbesserung des Gewinns

28. Mai 2019

Das Geschäftsjahr 2018 entsprach insgesamt den Erwartungen, die Burckhardt Compression im Laufe des Geschäftsjahres kommuniziert hat. Der Bestellungseingang konnte deutlich gesteigert werden, der Umsatz lag geringfügig über Vorjahresniveau. Betriebsgewinn und Nettogewinn legten zu, erfüllen die Ansprüche für die kommenden Jahre jedoch noch nicht.

Bestellungseingang: Erneutes Wachstum in beiden Divisionen

Der Bestellungseingang der Gruppe betrug insgesamt CHF 658.7 Mio. und übertraf damit den Vorjahreswert um erfreuliche 25.4%; währungsbereinigt lag die Zunahme bei 25.6%. Dabei erzielten beide Divisionen neue Höchstwerte. Auf die Systems Division entfielen CHF 428.0 Mio. oder 33.8% mehr als im Vorjahr. Zu diesem Wachstum trugen alle Segmente bei. Die Services Division konnte den Bestellungseingang um 12.3% auf CHF 230.7 Mio. steigern. Für diese Zunahme waren insbesondere das Ersatzteilgeschäft und der Bereich Engineering verantwortlich.

Umsatz auf Vorjahresniveau

Der Umsatz des Geschäftsjahres 2018 nahm insgesamt leicht um 0.8% auf CHF 599.3 Mio. zu; währungsbereinigt betrug die Veränderung 0.9%. Während der Umsatz der Services Division um 6.5% zulegte, fiel er in der Systems Division mit minus 2.3% geringfügig unter Vorjahr aus.

Verbesserung des Betriebsgewinns

Der Bruttogewinn von CHF 135.7 Mio. übertraf den Vorjahreswert von CHF 125.1 Mio. um 8.5%. Daraus ergab sich eine Bruttomarge von 22.6% (Vorjahr 21.0%). Die Bruttomarge der Systems Division verbesserte sich auf einen Wert von 8.1% (Vorjahr 7.1%). Der Bruttogewinn der Services Division stieg um 7.5% auf CHF 105.2 Mio., wobei die Bruttogewinnmarge mit 47.0% leicht über dem Vorjahreswert von 46.6% zu liegen kam.

Der Betriebsgewinn erreichte im Berichtsjahr CHF 44.5 Mio. oder 7.4 Umsatzprozente (Vorjahr 7.0%) und lag damit um CHF 2.8 Mio. über dem Vorjahr. Wegen zusätzlicher Kosten in grösserem Umfang im LNGM-Geschäft schloss die Systems Division mit einem operativen Verlust von CHF –8.7 Mio. ab (Vorjahr CHF –9.0 Mio.). Die Services Division konnte den Betriebsgewinn von CHF 54.4 Mio. im Vorjahr auf CHF 58.2 Mio. im Geschäftsjahr 2018 verbessern.

Der Nettogewinn lag mit CHF 32.2 Mio. um 10.9% über dem Vorjahr. Aufgrund des hohen Beitrags von Shenyang Yuanda Compressor (40% noch im Besitz des Gründers) am Nettogewinn der Gruppe sank der Nettogewinn pro Aktie um 4.2% auf CHF 8.15.

Unverändert starke Eigenkapitalbasis

Ende des Geschäftsjahres lag die Bilanzsumme bei CHF 848.7 Mio. oder CHF 51.1 Mio. respektive 6.4% höher als zwölf Monate zuvor. Der Hauptgrund für den Anstieg liegt in den hohen Fakturierungen im letzten Geschäftsquartal, was zu einem deutlichen Anstieg der Debitoren führte. Die Eigenkapitalquote betrug Ende Berichtsjahr 40.7% (Vorjahr 42.0%). Die Nettofinanzposition betrug per Ende Geschäftsjahr CHF –49.4 Mio. und verbesserte sich um CHF 12.7 Mio. im Vergleich zu Ende März 2018.

Umsetzung der Projekte des Mittelfristplans 2018 bis 2022 auf Kurs

Die Umsetzung der Projekte des im Dezember 2017 verabschiedeten Mittelfristplans ist weiterhin auf Kurs. Mit dem Wachstum in allen Segmenten konnte die Systems Division ihre führende Marktposition halten. Die Projekte zur Kosteneinsparung und Optimierung der Prozesse für die notwendige Verbesserung der Profitabilität wurden erfolgreich weitergeführt. Im Berichtsjahr wechselte die Division von einer zentralen zu einer dezentralen Vertriebsorganisation, die es erleichtert, das deutlich höhere Anfragevolumen zu bewältigen.

Die Services Division setzte ihre Wachstumsstrategie mit Erfolg fort und konnte ihre Marktposition weiter ausbauen, dies namentlich in den Bereichen Engineering und Ersatzteile. Vor allem das Engineering bietet uns die Möglichkeit, unser Wissen aus dem Systemgeschäft auch im Servicebereich zu nutzen, was von den Kunden geschätzt wird. Dieses Know-how eröffnet auch im OBC-Bereich (Other Brand Compressors) mit seinem grossen Wachstumspotenzial Chancen.

Neues Werk in Shenyang

In China wurde mit der Projektierung einer neuen Fabrik für Shenyang Yuanda gestartet. Sie wird gemäss Planung im Herbst 2020 bezogen werden und ersetzt die Fabrik am bisherigen Standort. Hintergrund ist die Entscheidung der rasch wachsenden Stadt Shenyang, das bisherige Fabrikationsgelände, das mittlerweile mitten in der Stadt liegt, für den Wohnungsbau umzunutzen. Im Berichtsjahr unterzeichnete Shenyang Yuanda Compressor mit der lokalen Regierung einen entsprechenden Ablösevertrag. Die Errichtung am neuen, grösseren Standort wird gleichzeitig dazu
genutzt, zwei bisherige Standorte zusammenzuführen, Abläufe und Prozesse nach den neusten Standards zu gestalten und so operationell noch effizienter zu werden.

Wechsel im Verwaltungsrat

Hans Hess, seit 2006 Mitglied des Verwaltungsrates der Burckhardt Compression Holding AG, wird sich an der kommenden Generalversammlung vom 6. Juli 2019 nicht mehr zur Wiederwahl stellen. Hans Hess stiess unmittelbar nach dem Börsengang zum Verwaltungsrat der Burckhardt Compression Holding AG und war der erste Verwaltungsratspräsident der börsenkotierten Gesellschaft und hielt diese Funktion bis 2011 inne. Burckhardt Compression dankt Hans Hess für sein ausserordentliches Engagement für das Unternehmen. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung David Dean, Mitglied des Verwaltungsrates der Bossard Gruppe, zur Wahl in den
Verwaltungsrat vor.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 geht Burckhardt Compression von einem weiterhin positiven Umfeld der wichtigsten Absatzmärkte mit einer entsprechend hohen Investitionsbereitschaft der Kunden aus. Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatzwert zwischen CHF 600 Mio. und 640 Mio. Im Geschäftsjahr 2019 muss ein letztes Mal mit zusätzlichen Kosten im grösseren Umfang für das LNGM-Geschäft gerechnet werden. Dennoch erwartet Burckhardt Compression eine leichte Steigerung der Gewinnmargen.

Dividende

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von CHF 6.00 pro Aktie vor, was einer Ausschüttungsquote von 73.6% (Vorjahr 70.5%) des Nettogewinns pro Aktie entspricht. Die Ausschüttungsquote liegt damit leicht über dem Zielbereich von 50% bis 70%.

 

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